VISION 20007/2007
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Einleitung

Artikel drucken (Von Christof Gaspari)

Liebe Leser!

Zen-Garten - eine heilige Zone mit Pflanzen, Bäumen und weißem Sand, auf dem sich Baum- und Berggötter manifestieren und niederlassen können." Was vor 30 Jahren noch Lachstürme ausgelöst hätte, ziert jetzt die Hinweistafel des Wellnessbereichs einer teuren Ferienanlage im Burgenland. Mittlerweile haben auch Astrologen, Hellseher oder Geistheiler Hochkonjunktur. Wer heute von einschlägigen Erfahrungen erzählt, stößt auf größtes Interesse und bekommt weitere Storys erzählt: Wie wichtig das Auspendeln von Medikamente ist, daß die Tochter in der Schule Tischerl rückt, der Freund durch automatisches Schreiben aus dem Jenseits Botschaften empfängt.

Die Medien bringen Berichte über Hexen- und Mutter-Erde-Kulte, in Talk-Shows treten Magier, Schamanen, Astrologen auf. Auf dem Buchmarkt machen psychische Ratgeber furore. Mehr oder weniger wissenschaftlich aufgeputzt versprechen diese Psychotechniken den Durchbruch zu einem neuen Bewußtsein.

Vieles wird christlich verbrämt, bedient sich einer für Christen positiv besetzten Ausdrucksweise und hält so über Veröffentlichungen in renommierten christlichen Verlagen, über Kurse in kirchlichen Bildungshäusern, ja in der Priesterausbildung Einzug ins Herz der Kirche. Darum haben wir das Thema Esoterik (ein Sammelsurium unterschiedlichster Lehren und Techniken, die dem Menschen Anleitung zur Erlangung des Heils geben) aufgegriffen. Nicht um Angst zu machen oder einer Weltverschwörung auf die Schliche zu kommen, sondern um auf die Gefahr einer unbemerkten Aushöhlung des Glaubens aufmerksam zu machen.

Noch etwas: Wer sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigt, erkennt dankbar, daß die Auseinandersetzung mit der Esoterik eine Chance ist, sozusagen im Gegenlicht die Größe und Schönheit des Glaubens an Jesus Christus neu zu entdecken.

Christof Gaspari

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