VISION 20006/2012
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Liebe und Eros in den Weltreligionen

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Zwei Merkmale unterscheiden die Mann-Frau-Beziehung von jeder homosexuellen Partnerschaft: Die leiblich-körperliche Vereinigung und das Potenzial zur Weitergabe des Lebens. Beides gehört zusammen.
Ein leiblich-körperliches Einssein ist nur in der sexuellen Beziehung zwischen Mann und Frau möglich. Während in jeder anderen Form von Beziehung ein Einssein in seelischer oder geistiger Hinsicht möglich ist, bezieht die Ehe in einmaliger Weise die Leiblichkeit des Menschen ein: In der Mann-Frau-Beziehung passen die Genitalien perfekt zueinander und ineinander und bilden gleichzeitig die schöpferische Einheit, aus der neues Leben entstehen kann. Die Ehe beruht damit auf der einzigartigen leiblichen Komplementarität von Frau und Mann – letztlich auf der biologischen Disposition eines jeden Menschen zur Heterosexualität.
Wie keine andere Gemeinschaft verbindet die Ehe die Geschlechter und Generationen miteinander. So trägt sie in einzigartiger Weise zum Zusammenhalt, zur Integration, zur Stabilität und Solidarität (zwischen Mann und Frau und zwischen den Generationen) und zum Frieden einer Gesellschaft bei. Eugen Rosenstock schreibt: „In der Ehe werden nicht nur leibliche Kinder gezeugt, es wird auch eine Leistung vererbt: der Friedensschluss der Geschlechter. Dieser Friedensschluss wird die Weltanschauung der Kinder bestimmen.“ Die Kulturleistung der Ehe ist einmalig. Wir können sie nicht hoch genug einschätzen. (…)
Der Mensch hat nicht nur einen Leib, er ist auch Leib. Was dem Leib passiert, betrifft den ganzen Menschen. Anders als die schwule Partnerschaft unterstützt die Mann-Frau-Beziehung die ganzheitlich-personale Integration sexueller Antriebe und damit die personale Ganzheit des Menschen. Eugen Rosenstock sagt treffend: Nur für die Beziehung von Mann und Frau gilt, dass 1 + 1 = 1 ist, denn es ist eine neue, umfassende, auch leiblich-körperliche Einheit, und zugleich, dass 1+1= unendlich ist, denn nur die Beziehung von Frau und Mann kann neues Leben hervorbringen und weitergeben – von Generation zu Generation.
Christl R. Vonholdt

Christl R. Vonholdt, Fachärztin f. Kind- und Jugendmedizin, Leiterin des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft, in „Die Tagespost“ v. 27.9.12

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