VISION 20005/2014
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Der Heilige Kampf gehört zum Islam

Artikel drucken (Christof Gaspari)

In den letzten Wochen wurde endlich auch in unseren Medien über die himmelschreiende Verfolgung der Christen im Irak und Syrien ausführlicher berichtet. Weil man sich rasch an solche Meldungen gewöhnt und zur Tagesordnung übergeht, ein paar kurze Zitate: „Erstmals in der Geschichte des Irak gibt es keine Christen mehr in Mosul“, erkärte der chaldäisch-katholische Patriarch Louis Sako Ende Juli. Auf der Flucht durften sie nichts mitnehmen. Bei Kontrollpunkten nahm man ihnen alles ab, oft sogar die Schuhe. Dazu der Patriarch: „Wie bei einem Exodus oder vergleichbar mit einem Kreuzweg flüchten Christen zu Fuß in der sengenden Sommerhitze des Irak in die kurdischen Städte Erbil, Duhok und Sulaymaniya, unter ihnen auch kranke und alte Menschen, Kinder und Schwangere.“
Hier seien extreme Islamisten am Werk, sagt man uns, nicht repräsentativ für die Haltung der Muslime. Das stimmt ohne Frage. Aber verhalten sie sich im Umgang mit den Christen gänzlich atypisch?
Ein kurzer Blick auf eine Weltkarte der Glaubensverfolgung hilft, diese Frage zu klären. „Open Doors“,  ein vor 50 Jahren gegründetes Hilfswerk für verfolgte Christen, gibt jährlich einen Weltverfolgungsindex heraus. Er listet die Länder auf, in denen Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Da die Christen mit rund 100 Millionen das Gros der Verfolgten stellen, lässt sich aufgrund dieser Daten eine Landkarte der Christenverfolgung erstellen.
Welche sind also die Länder, die den Glauben jener, die nicht in ihre Weltanschauung passen, am heftigsten unterdrücken? Unter den ersten zehn Ländern werden neun islamische Länder angeführt, unter den ersten 20 sind es 15. Die Schlussfolgerung liegt nahe: Der Islam, jedenfalls so wie er heute verstanden wird, ist keineswegs tolerant. Jedenfalls nicht so tolerant, wie er uns hier in Europa gern verkauft wird.
Natürlich gibt es auch Passagen im Koran, die ihn als friedliebend darstellen und Allah als barmherzigen Gott erscheinen lassen. Aber es gibt auch die anderen, kriegerischen Suren, die zur Zwangsbekehrung, Unterwerfung, ja Vernichtung der Feinde, der Ungläubigen aufrufen. Es ist vernünftig und macht Sinn, die Muslime auf die erstgenannten Stellen im Dialog anzusprechen und zu verpflichten. Aber es sollte unseren Blick auf den Islam nicht trüben.
In dem lesenswerten Buch Jesus und Mohammed vergleicht Mark A. Gabriel, ein ehemaliger Imam und Professor an der Al-Azhar Universität in Kairo, der sich zu Jesus Christus bekehrt hat, die beiden Persönlichkeiten, ihre Lehre und ihr Verhalten. Sehr aufschlussreich, wenn man sich ein Bild darüber machen will, ob Christen und Muslime wirklich den selben Gott anbeten.
Erwähnt sei hier nur, was er zum Thema Dschihad (Heiliger Kampf) zu sagen hat: „In Mekka praktizierte Mohammed 13 Jahre lang Toleranz angesichts von Verfolgung. Nachdem er jedoch in Medina eine Armee aufgestellt hatte, rief er zum Heiligen Kampf gegen die Ungläubigen und seine ehemaligen Verfolger auf. Er versprach, Allah werde diejenigen belohnen, die in den Kampf zögen. Bis zu seinem Tod hörte er nie wieder auf, zum Heiligen Kampf aufzurufen…“
Auf diesem Hintergrund wird verständlich, warum auf der Weltkarte der Christenverfolgung die islamischen Länder so hervorstechen. Der nebenstehende Beitrag illustriert, wie es in einem derzeit „friedlicheren“ muslimischen Staat, in Pakistan, zugeht.
Es ist höchste Zeit, dass wir Christen hier im Westen dieses Leiden zur Kenntnis nehmen und uns mit unseren Glaubensbrüdern solidarisieren – und täglich für sie beten. Sie legen ein heroisches Glaubenszeugnis ab.


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