VISION 20006/2018
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Liebe Leser

Artikel drucken (Christof Gaspari)

Jetzt ist sie also fertig, diese Ausgabe zum 30. Geburtstag von Vision2000. Wegen gesundheitlicher Probleme meiner Frau war es zuletzt ein Hindernislauf. Aber jetzt ist die Nummer unter Dach und Fach. Wir danken Gott dafür.
Viele von Ihnen, liebe Leser, vor allem jene, die uns von Anfang an begleiten, wissen, dass die erste Ausgabe der Zeitschrift anlässlich des 12. Internationalen Familienkongresses, der ein wahres Glaubensfest war, erschienen ist. Daher haben wir auf den sechs Seiten, die dem Rückblick auf die vergangenen 30 Jahre gewidmet sind, auch des Kongresses, quasi der Wiege dieser Zeitschrift, gedacht. Und zwar in zweierlei Weise: Ein Interview mit Joseph Doblhoff – er war für die Organisation des Kongresses verantwortlich und hat Vision2000 seither begleitet – beleuchtet den Geist, der das Ereignis geprägt hat. Und die Illustration des Rückblicks ruft das Geschehen in den Kongress­tagen in Erinnerung. Sicher nostalgisch für alle, die damals dabei waren.
Bei diesem Rückblick ist mir bewusst geworden, wie sehr sich die Welt in diesen 30 Jahren verändert hat: Kein Eiserner Vorhang mehr in Europa und doch kein kulturelles Erblühen. Vielmehr gesellschaftlicher Niedergang in vielen Bereichen:  Heute schleppt jedes Kind in seinem Smartphone ein Porno-Kino mit sich herum. Zwei Männer dürfen am Standesamt „Ehe“ schließen und Kinder adoptieren. Bürgermeister straft man, wenn sie so einem Akt nicht vorstehen wollen (S. 30). Teenagern wird gestattet, ihr Geschlecht zu wechseln, wenn sie sich danach fühlen. Inderinnen tragen gegen Entgelt für Europäerinnen Kinder aus…
Wer 1988 vor solchen Entwicklungen warnte (der bekehrte Abtreibungsarzt Dr. Nathanson tat es während des Kongresses), galt als Panikmacher. Mittlerweile sind wir mit den Folgen dieser damals erkennbaren Fehlentwicklungen konfrontiert. Sie sind auch an der Kirche nicht spurlos vorübergegangen.
Und damit sind wir beim Schwerpunkt dieser Ausgabe: der Krise in der Kirche. Wir haben in der letzten Ausgabe angekündigt, das Thema aufzugreifen. Gott sei Dank, ist es derzeit aus den Schlagzeilen der Medien geraten. Das erlaubt eine weniger aufgeregte Reflexion und entspricht unserem Zugang. Daher erwarten Sie, liebe Leser, keine schlagzeilenträchtigen „News“, keine persönlichen Verdächtigungen, kein Anschwärzen. Wohl aber wird der Versuch unternommen zu erkennen, was hinter dem so weit verbreiteten Missstand steckt und welche Chancen diese, wie jede, Krise bietet.
In der Wiener Innenstadt ist bereits die Weihnachtsbeleuchtung der Straßen montiert, wie üblich lang vor dem Advent, der aber naht. Und in sechs Wochen feiern wir schon den Geburtstag des Herrn. Daher Ihnen allen, liebe Leser, die besten Wünsche für einen gesegneten Advent und eine frohe Weihnachtszeit. Und anlässlich 30-Jahre-Vision: Im Namen aller Mitarbeiter Dank für die treue Begleitung und Unterstützung.

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