VISION 20001/2020
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Leserbriefe

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Die Überzeu­gung anderer respektieren
Es kann nicht darum gehen, verschiedene Überzeugungen in den katholischen Glauben zu integrieren, wohl aber diese zu respektieren. Der Kirchenlehrer Augustinus sagte: „Man rotte die Heiden nicht aus, man bekehre sie, man fälle die ,heiligen Bäume’ nicht, man weihe sie Chris­tus!“ Gregor der Große verkündete: „Man hüte sich davor, die Tempel der Götzen zu zerstören. Verteufelt die Bräuche der Heiden nicht, sondern erfüllt sie mit christlichem Geist!“ Leonardo Boff merkte an: „Gott war schon vor dem Missionar da!“
Karl Wildling, A-8940 Liezen

Die Menschen ab­holen, wo sie sind
Ich bin nur ein alter einfacher Franziskaner, weder in der Geschichte bewandert, noch ein Völkerkundler und Wissenschaftler! Meine Gedanken gehen zurück zur Evangelisierung der Germanen. Da gab es eine Fruchtbarkeitsgöttin, und die Missionare haben sie umbenannt als Gottesmutter, die uns Christus geboren hat. Darum sollte man nicht Maria anbeten, sondern Jesus in ihrem Leib!
Ähnlich war es in Mexiko. Nach der Eroberung kamen die Franziskaner als Missionare und hatten nur wenige Leute, die sich taufen ließen. Als die Gottesmutter in Guadalupe als schwangere Indianerin mit besonderen Merkmalen des Glaubens der Indianer erschien, einem Diego, einem Eingeborenen, kam der große Aufbruch zum christlichen Glauben. So hat man bei der Evangelisierung die Menschen dort abgeholt, wo sie waren und sie zum christlichen Glauben geführt.
Da unser Papst Franziskus aus Südamerika kommt, könnte es sein, dass er den gleichen Weg aufzeigt für die Heiden im Amazonasgebiet. Obwohl wir 2000 Jahre Christentum haben, erleben wir im Neuheidentum einen Rückfall. Der Aberglaube ist nie ganz ausgestorben und kommt jetzt in der Esoterik voll zum Durchbruch. Die Medien tragen dazu bei, die Gläubigen zu verunsichern und vor allem sie vom Papst zu trennen.
Br. Gotthard Maria Thöny OFM, A-6130 Schwaz

Erinnert sei an
König Salomo
Der Artikel „Heidnische Rituale in Rom, Ein Ärgernis“ von Chris­tof Gaspari (Vision 6/19) ist erschütternd und sollte Pflichtlektüre für alle Kompetenten werden. Ergänzend möchte ich auf das alttestamentliche Buch 1Kön 11,4-6 hinweisen. Dort heißt es:
„Als Salomo älter wurde, verführten ihn seine Frauen zur Verehrung anderer Götter, so dass er dem Herrn, seinem Gott, nicht mehr ungeteilt ergeben war wie sein Vater David. Er verehrte Astarte, die Göttin der Sidonier, und Milkom, den Götzen der Ammoniter. Er tat, was dem Herrn missfiel, und war ihm nicht so vollkommen ergeben wie sein Vater David.“
Wenn ihm die Göttin Pachamama auch bekannt gewesen wäre, hätte er sie vielleicht auch verehrt und ihre Statuen aufstellen lassen. Man beachte: Salomo war nicht vom Jahwe-Glauben abgefallen, sondern hat zusätzlich auch Götter seiner heidnischen Frauen verehrt. Wie in folgenden Versen von 1Kön 11 nachzulesen ist, war dieser Verstoß gegen das 1. Gebot für Gott keine „völlige Nebensächlichkeit“, sondern Er bestrafte ihn furchtbar; letztlich sogar mit der Spaltung des erwählten Volkes in ein Nordreich und ein Südreich.
Wie kath.net berichtet, schreibt Professor Joseph Ratzinger in seinem Aufsatz „Die neuen Heiden und die Kirche“ (Hochland/Oktober 1958): „Das Heidentum sitzt heute in der Kirche selbst, und gerade das ist das Kennzeichnende sowohl der Kirche unserer Tage wie auch des neuen Heidentums, dass es sich um ein Heidentum in der Kirche handelt und um eine Kirche, in deren Herzen das Heidentum lebt.“ Diese rund 60 Jahre alten Worte des späteren Papstes Benedikt XVI. sind prophetisch.
Prof. Dr. Karl Philberth,
D-82544 Egling

Ein Turmbau zu Babel
Wenn wir Wünsche an Gott haben, so beten wir. Viele vergessen heute aber oder ignorieren es einfach, dass auch Gott Wünsche an die Menschen hat. Welche das sind, ist in den heiligen Büchern der Bibel nachzulesen. Es sind vor allem die leiblichen und geistlichen Werke der Barmherzigkeit. Auch sollen die Menschen, die von Gott geschenkten Fähigkeiten zur Ehre Gottes und zum Wohl der Mitmenschen einsetzen. Die Menschen sollen sich auch nicht scheuen, sich zu Chris­tus zu bekennen.
Was die Sorgen wegen des Klimas anbelangt, werden sie eingeladen, sich demütig an Gott zu wenden. So erinnert etwa der Jakobusbrief an den Propheten Elia: Dieser war ein Mensch wie wir. Er betete, dass es nicht regnen möge, und es regnete drei Jahre und sechs Monate nicht. Und er betete wieder, und es regnete, und die Erde gab ihre Frucht. Vorher wird daran erinnert: Viel vermag das Gebet eines gerechten Menschen (Jak 5,16-18). Die Bemühungen um das Klima erscheinen wie ein moderner Turmbau von Babel. Damals mussten die Menschen ihren Plan aufgeben, weil sie einander nicht mehr verstanden. Die wiederholten Klimakonferenzen von heute bewirken einen ähnlichen Eindruck. Die Menschen kommen kaum zu brauchbaren Ergebnissen, weil sie sich kaum mehr richtig verstehen. Irgendwie erinnert das Ganze doch an Psalm 2: Was machen doch die Völker nichtige Pläne … Gott lacht über sie.
Gottesfurcht ist der Anfang der Weisheit. Diese Worte stehen öfters in den Weisheitsbüchern. Wenn die Menschen wieder mehr die Wünsche Gottes berücksichtigen, wird Gott auch die Wünsche der Menschen erns­ter nehmen.
P: Leopold Strobl OSB,
A-5152 Michaelbeuern

Das Glaubenswissen der Familien fördern
Zum Bericht: Erste Schritte im Glauben Nr. 6/2019
Es ist notwendiger denn je, dass heute Eltern gute kindgerechte Bücher zu den ersten Schritten ins Glaubensleben an die Hand gegeben werden. Viele junge Eltern wurden selbst wenig oder gar nicht mehr im Glauben unterrichtet und stehen hilflos da, wenn sie bei Taufgesprächen und bei der Taufe selbst dazu verpflichtet werden, ihre Kinder in den katholischen Glauben einzuführen. Wir müssen bei den jetzigen Familien anfangen, das Glaubenswissen zu erneuern, wenn wir nicht Gefahr laufen wollen, dass der christliche Glaube immer mehr verschwindet. Möge uns Maria, unsere himmlische Mutter, als Tochter des ewigen Vaters, als Mutter des Sohnes und als Braut des Heiligen Geistes beistehen, dass der Glaube an den Dreifaltigen Gott lebendig bleibt oder neu aufersteht.
Franziska Jakob,
D-86508 Rehling-Allmering

Sie machen es
sich zu leicht
Sie machen sich die Sache etwas zu leicht, wie nicht nur an den Opferzahlen von Schwangeren erkennbar ist. Setzen Sie doch auch im Verantwortungsfeld der Männer an oder bei Verhütungsmaßnahmen.
Anna Aigner, E-Mail
Englische Statistiken zeigen: Ein hoher Anteil von Frauen, die abtreiben lassen, hatten erfolglos verhütet. Mehr Verantwortung in sexuellen Beziehungen von Männern zu fordern, ist fraglos richtig. Gleiches trifft aber auf Frauen zu. Und: Es sterben mehr Frauen nach einer Abtreibung als wegen verweigerter Abtreibung (2 in 7 Jahren in Europa).


Klares Zeugnis für
das Leben
Mit dem Eintreffen der letzten Ausgabe der Vision in diesem Jahr ist es wieder einmal Zeit, Ihnen allen zu danken, dass Sie ein so klares unverwässertes christliches Zeugnis geben. Wären doch unsere Hauptmedien in Österreich von einer solchen Redaktion geleitet, dann würden wir weniger in die Irre geführt und könnten ein Leben voll Hoffnung, gestärkt aus dem Glauben, führen.
Wie gut war es, dass Sie die Hauptsünde unserer Gesellschaft, nämlich die Abtreibung, erneut ansprechen. Man wird sich damit nie abfinden dürfen, solange auch nur ein einziges Kind im Mutterleib getötet wird, wobei nur das Leben der Mutter selbst als Gegengewicht in Frage kommt.
Zu danken ist Ihnen auch, dass Sie auch dann zu Kirche und Papst stehen, wenn es an manchen Stellen drunter und drüber zu gehen scheint.
Herbert Albrecht, E-Mail

Rachels Weinberg
Rachels Weinberg, entstanden „aus der Not des Zufalls“, ist ein weltweiter Segen. Hier werden seit Jahrzehnten die Mütter aufgefangen, die ihr abgetriebenes Kind nicht mehr im Herzen verspüren, weil sie ihr getötetes ungeborenes Kind nur noch auf dem Gewissen haben. Bei der großen Zahl von Kindern, die schon im Mutterleib ihr junges Leben lassen mussten, ist es höchste Zeit, dass hier öffentlich mehr getan wird, um die Mütter von dieser Last zu befreien und dafür zu sorgen, dass so viele Kinder wie möglich gerettet werden und die Frauen nicht mehr in diesen Sog der Schuld kommen, der sie wie nichts anderes niederdrückt.
Sofie Christoph,
D-86447 Aindling

Wert des Menschen – Wert der Tiere
Es ist wunderbar, dass Sie in der letzten Ausgabe nochmals über das Leben, den Schutz der Ungeborenen und die Folgen der Abtreibung berichtet haben. Als Lebensschützer fällt uns auf, dass die Haustiere oft einen zu großen Stellenwert haben. Bitte nicht falsch verstehen: Wir haben wirklich nichts gegen Hunde- oder Katzenfreunde. Viele Menschen leiden an Hunger, Kinder sterben  – und auf der anderen Seite gibt es ein Überangebot an Hunde-  und Katzennahrung. Es ist widersinnig, wenn jetzt Mitbürger in einer Urne statt auf dem Friedhof ihre letzte Ruhe unter einem Baum oder im Garten finden, während andererseits den Tieren Gräber mit Grabsteinen errichtet werden. Wir Menschen haben einen Leib und eine unsterbliche Seele. Wir glauben an die Auferstehung und haben damit einen größeren Wert.
Jakob und Christina Kronaus, A-2880 Kirchberg

Angst vor zu großer Weltbevölkerung
Verschiedene Influencer betätigen sich jetzt mit einer neuen Masche zur Reduktion Ungeborener: die Bevölkerung muss dezimiert werden, da sie vor allem in Afrika zu stark wächst und das Klima schädigt! Die Menschen in Afrika verbrauchen weit weniger Ressourcen als wir im Wes­ten … In letzter Zeit merke ich, wie viele Menschen unkritisch nachplaudern, dass das Anwachsen der Weltbevölkerung eine Bedrohung sei. Das ist Anstiftung zum Massenmord und zur Unterdrückung.
Herr Djerassi, der Erfinder der „Pille“, soll im hohen Alter zugegeben haben, dass seine Forschung nicht die Aufgabe hatte, die Frauen zu befreien, sondern die Bevölkerung zu kontrollieren. Die Pille befreit die Frau nicht, im Gegenteil, sie wird zur Sklavin der Chemie und unkontrollierter Begierden. Schon vor Jahren beschrieb Bischof Küng, wie die Zerstörung der natürlichen Mutter- und Fraueneigenschaften die Welt brutal macht und Männer ihre Schutzfunktion verlieren.
Ich habe das noch in der Schule gelernt und bin sehr dankbar dafür. Daher empfehle ich dringend die Aufklärung über die natürliche Empfängnisregelung. Das ist echte Befreiung, Selbstschutz und Bewahrung der Menschenwürde.
Mag. Marion Beringer, 1180 Wien










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