VISION 20001/2022
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Einleitung

Artikel drucken (Christof Gaspari)

Die letzten beiden Jahre waren für den Großteil der Europäer so etwas wie ein Schock­erlebnis. Bis dahin konnten die meisten von uns wohlstandsverwöhnten Bürger in demokratisch organisierten Ländern den Eindruck haben, dass wir in einer Welt mit halbwegs überschaubaren Problemen und Herausforderungen leben.
Seit Anfang 2020 mussten wir die Erfahrung machen, dass dem nicht so ist. Das Auftauchen eines weltweit verbreiteten Virus löste politische Maßnahmen aus, die wohl die meisten Bürger vorher für undenkbar gehalten hätten: Ausgeh- und Reiseverbote, Geschäfts-, Schul- und Kirchenschließungen, Test- und Mundschutz­pflicht, Rechtsunsicherheit durch laufend veränderte Verordnungen…
Wir wollen jetzt nicht darüber urteilen, ob diese Maßnahmen zurecht verordnet wurden oder nicht. Dazu haben wir uns in den vorigen Ausgaben von Vision2000 bereits geäußert. Diesmal gehen wir der Frage nach: Vor welche Herausforderungen stellt uns die wachsende Zahl der sich abzeichnenden Probleme, die ja nicht nur von der Virusbekämpfung ausgehen, sondern sich in vielen anderen Bereichen abzeichnen: in der Umwelt, vor allem aber – und viel wichtiger – auch im menschlichen Zusammenleben: selbstbestimmtes Sterben, Genderpolitik, Schulerziehung, zunehmender Zugriff des Staates auf die Entscheidungen des Bürgers…
Das Thema stellt insbesondere Christen vor große Herausforderungen, denn spürbar wird ebenfalls eine immer offener zutage tretende Anfeindung christlicher Positionen.    
Über eines sind sich fast alle einig: Die „Normalität“, die wir kannten, kommt kaum wieder. Wir stehen spürbar an einer Wende. Als Christen können wir getrost auf sie zugehen, denn wir können darauf vertrauen, dass uns Jesus Christus beisteht, wann immer wir Ihn dazu einladen.

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