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Österreich betet

Artikel drucken Eine Initiative, die sich wie ein Lauffeuer verbreitet hat

Krisenzeiten stellen unsere Le­bensart in Fra­ge, sind also für Christen die Her­ausforderung, Gott nach Weg­wei­sung zu fra­gen, sich Ihm im Gebet zuzu­wen­den. Die Initiative „Österreich betet“ hat großen Zuspruch, weil sie die christliche Antwort auf die heu­tige Krise darstellt. Im Fol­gen­­den ein Gespräch mit dem Initiator der Bewegung:

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, diese Initiative zu starten?
Louis-Pierre Laroche: Es war ein Prozess. Man kommt nicht von heute auf morgen auf so eine Idee. Es hatte nichts mit einer Pro- oder Anti-Position zu tun. Alle um mich sagten, jetzt hilft nur noch der liebe Gott, oder jetzt hilft nur noch das Beten. Ja, die Leute sind bereit zum Beten.

Die Initiative setzt auf das Rosenkranzgebet. Warum der Rosenkranz und nicht ein anderes Gebet?
Laroche: Der Rosenkranz ist das Gebet, das Katholiken kennen und viele, die nicht katholisch sind, beten auch den Rosenkranz. Ich habe auch Freunde aus der Evangelischen Kirche, die auch den Rosenkranz beten. Es ist das, was die Gottesmutter in Fatima und Lourdes immer gezeigt hat. Und es ist in der Geschichte das Gebet, das die Kirche in Krisenzeiten immer gebetet hat. Sie hat gesagt, betet den Rosenkranz!

An welche Menschen richtet sich die Initiative?
Laroche: Die Initiative habe ich zuerst für Österreich gegründet. Für alle Menschen, die in Österreich leben. Mittlerweile geht die Initiative über die Grenzen hinaus und ich glaube, dass diese Rosenkranzinitiative sich an alle Menschen richtet, die guten Willens sind.

Möchten Sie bezüglich der aktuellen politischen Situation etwas sagen?
Laroche: Diese Initiative zum Gebet möchte ich von der Tagespolitik komplett trennen.

Das Miteinander scheint in der Initiative „Österreich betet“ ein wichtiger Aspekt zu sein. Sie möchten, dass die Menschen an die Öffentlichkeit gehen?
Laroche: Es war mir nicht so bewusst, dass wir aktuell Winter haben, als ich die Idee hatte. Es ist etwas herausfordernd, dass man von der warmen Stube in die Kälte draußen geht und dort den Rosenkranz betet. Im Nachhinein betrachtet, finde ich es jedoch ganz gut, da es das verbindet, was die Gottesmutter in Fatima gesagt hat. Buße und Gebet. Deswegen habe ich mir gedacht, wir gehen hinaus in den öffentlichen Raum, denn wir wollen den öffentlichen Raum unter den Schutz der Muttergottes stellen. Wir wollen den Rosenkranz für den öffentlichen Raum beten. Ich hoffe dadurch, wie wir in unserem Prospekt schreiben, dass sich wieder Friede, Ruhe, Freiheit und Ordnung in der Gesellschaft einstellen.

Was ist das Ziel der Initiative?
Laroche: Das Ziel der Initiative ist das Ende der Krise, die jetzt andauert und, man muss schon sagen, eskaliert. Wir sind jetzt in einer Sackgasse. Und ich möchte raus aus dieser Sackgasse. Ich möchte auch alle Beter bitten, lassen wir das Politische weg.

Was raten Sie jenen, die sich aktuell viele Sorgen machen und keinen Ausweg sehen?
Laroche: Ich würde zuerst einmal sagen: Greifen wir zum Gebet, kommen wir zu diesem Gebet. Und dann würde ich sagen, schauen wir auf die anderen. Wer kann vielleicht meine Hilfe, meinen Anruf, irgendetwas brauchen. Wir sollen auch darauf schauen, anderen zu helfen. Und in diesem Sinne werden wir auch uns helfen.

Eigentlich ist es Aufgabe der Priester, zum Gebet aufzurufen. Warum machen Sie das?
Laroche: Ja, sie haben recht, es ist die Aufgabe der Priester diesen Impuls zu geben. Es haben sich sehr viele Priester angeschlossen. Ordenspriester und Diözesanpriester haben sich der Gebets­initiative angeschlossen. Manche haben mich angeschrieben und haben mich unterstützt. Heute hat mich auch eine Nonne angeschrieben. Wir haben telefoniert, und sie sagte: „Es ist so toll, ich warte seit zehn Monaten darauf, dass irgendjemand etwas macht.“
Wenn ich etwas für die Menschen hier in Österreich, wenn ich etwas für das Land Österreich, das meine Wahlheimat ist, wenn ich etwas für die Kirche machen kann, dann bin ich der glücklichste aller Menschen.

Das Gespräch hat Michael Felbinger am Vorabend des Hochfestes Mariä Empfängnis geführt. Es ist die Kurzfassung eines Interviews, das in voller Länge auf dem youtube-Kanal der Intitiative „Österreich betet“ zu sehen ist.
Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=cBg8RXLCXC8





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