VISION 20006/2021
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Unser geistliches Leben in der Ausnahmesituation der Coronakrise

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Obwohl die letzten Wochen sehr herausfordernd und teilweise auch belastend waren, haben wir einiges erkennen können. Zum einen ist uns bewusst geworden, wie selbstverständlich und wertvoll es ist, den Glauben in unserem Land so offen leben zu dürfen, zum anderen wie sehr es uns doch fehlt, die Hl. Messe wie immer feiern zu können.
Gleichzeitig hatten wir das Glück, Angebote über Live-Stream nutzen zu können. Wir hatten noch nie eine so intensive Vorbereitung auf Ostern durch die tägliche Hl. Messe wie in dieser Fastenzeit. Gleichzeitig ist uns aber bewusst geworden, wie wichtig es ist, selbst in der Familie initiativ zu werden. Damit das aber fruchtbar werden kann, muss man im Rahmen der Möglichkeiten ganz schön erfinderisch sein, besonders – und das hat uns besonders geschmerzt – wenn die eigenen Pfarrer sich in Deckung begeben und hinter den Vorschriften verstecken.
Es war wirklich überraschend und eine große Freude, auf welch reichen Schatz wir in der Familie zurückgreifen können. Wir haben mit unseren jetzt zum Teil schon erwachsenen Kindern gebetet und hatten über den Glauben einen regen Austausch – manchmal auch kontrovers. Aber in dieser Situation war es für uns überhaupt keine Schwierigkeit, Wege zu finden ein tiefes geistliches Leben zu führen und ein besonders schönes Osterfest zu feiern.
Wir nehmen uns fest vor, aus dieser Erfahrung weiter zu schöpfen und das Gebet in der Familie wieder vermehrt zu pflegen. Wir haben stark gespürt, dass Jesus wirklich durch verschlossene Türen zu seinen Jüngern geht und mit ihnen Mahl hält.
Eine Familie mit 3 Kindern


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