VISION 20006/2021
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Die Heilige Schrift ist unser Schatz

Artikel drucken Sie verkündet das Wort Gottes im Internet – und durch Lobpreismusik (Doris de Boer)

Ein erfreuliches Zeichen unserer Zeit: Immer mehr Laien setzen ihre Charismen und die modernen Kommunikationsmittel ein, um für den Glauben zu werben. Im Folgenden über das Engagement einer jungen Frau.

Seit über zehn Jahre kenne und schätze ich die schönen Lobpreislieder der Musikerfamilie Berger. Es geht mir immer das Herz auf, wenn ich eine Familie gemeinsam singen und musizieren sehe.
Die Eltern, Josef und Valentina, die mehrere Instrumente spielen und einige Chöre leiten, haben mit ihren fünf Kindern schon mehrere CDs herausgebracht. In Hagen, wo die Familie lebt, finden immer in der Weihnachtsoktav große Benefizkonzerte statt. Der gesamte Erlös der CDs und Konzerte dient der Missionsarbeit in Russland und in Kasachstan. Denn dort lebte die Familie bis 1989 lebte und dort unterhält Pfarrer Anton Berger, der Bruder des Vaters, unter anderem eine Suppenküche für Arme.
Für Margarete (geb. 1988), die Älteste der Berger-Kinder, die selbst noch in Karaganda in Kasachstan geboren und getauft ist, aber in Deutschland aufwuchs, ist die Gemeinde St. Josef in Karaganda ein „Gnadenort inmitten der Wüste“.
Viele heiligmäßige Priester und Laien haben dort gewirkt und inmitten der Verfolgung durch den Kommunismus die Gläubigen gestärkt. „Gerade in der Unterdrückung blüht der Glaube oft besonders auf und lehrt die Menschen, nicht einzuknicken, komme, was wolle,“ erklärt sie mir. Einer der Priester sei bereits seliggesprochen und für eine Gläubige laufe der Seligsprechungsprozess.
Geprägt von diesen Erfahrungen einer inmitten der kommunistischen Verfolgung blühenden Gemeinde und geprägt durch ihre christliche Familie entschied sich Margarete nach ihrem Abitur im Frühjahr 2009 dazu, an der Universität Münster katholische Theologie zu studieren.
Sie lernte oder vertiefte die biblischen Sprachen und erlernte das exegetische Handwerkszeug zum Verständnis der Heiligen Schrift. Daran fand sie schließlich so viel Gefallen, dass sie in Exegese des Neuen Testaments auch promovierte. 2016 heiratete sie Eduard Strauss, so dass aus Margarete Berger schließlich Dr. Margarete Strauss wurde.
Die Freude an der Heiligen Schrift ist ihr so ans Herz gewachsen, dass sie auch andere daran teilhaben lässt. Auf ihrer Internetseite, die sie 2019 begann, und auf den sozialen Netzwerken Facebook, Instagram, Twitter, TikTok, Telegram stellt sie jeden Tag ihre eigenen Auslegungen der Lesungstexte (Altes Testament, Psalmen, Neues Testament) hinein. Sie will dabei nie nur den wörtlichen Sinn der Bibel berücksichtigen, sondern den vierfachen Schriftsinn, wie er durch die Kirchenväter gelehrt wurde. Danach bezeichnet die Heilige Schrift immer auch eine Glaubenswirklichkeit, gibt eine Handlungsanweisung und ist Ausdruck der Hoffnung. Margarete Strauss sagt selber über die Heilige Schrift: „Die Bibel ist wirklich ein Schatz, der unergründlich ist. Man schöpft und schöpft und erreicht doch nie den Grund. Man entdeckt immer etwas Neues und das macht die Beschäftigung mit der Bibel auch so spannend. Gott spricht wirklich durch die Heiligen Schrift zu uns. Sie ist unser großer Schatz!“
Allein oder auch gemeinsam mit ihrem Mann Eduard machte sie schon viele Videos zu biblisch-christlichen Themen oder bezieht mutig Stellung, wenn es etwa um die „Homo-Ehe“, das Halloweentreiben oder Yoga geht. Margarete Strauss weiß, dass sie sich mit dem öffentlichen Vertreten unbeliebter Positionen auch Feinde macht. Aber sie weiß auch, dass die Wahrheit nicht immer auf Seiten der Mehrheit ist. „Gut bleibt gut, auch wenn es die Mehrheit nicht mehr tut. Böse bleibt böse, auch wenn die Mehrheit es tut. Gottes Gebote ändern sich nicht.“
Aber unabhängig von den Streitthemen, die oft auch Randthemen sind und bleiben, ist ihr die Evangelisation und Heiligung der Menschen ein großes Anliegen: „Ich möchte eine kniende, gottesfürchtige Theologie vertreten, die das klare Ziel hat, uns zur Heiligkeit zu führen. Die Heiligkeit ist unser Anspruch durch die Taufe.“
Den Schatz und Reichtum der katholischen Lehre, von der sie selbst entflammt ist, möchte sie auch anderen zugänglich machen, erklärend ans Herz legen. Nicht nur durch ihre täglichen Schriftauslegungen und Videos, sondern auch durch Online-Kurse über ausgesprochen katholische Themen, wie die Lauretanische Litanei, eucharistische Wunder oder die O-Antiphonen der Adventszeit.
Dabei kann sie selber auch immer wieder staunen, staunen über den Reichtum und die Schönheit der katholischen Lehre, die im wahrsten Sinne katholisch, also allumfassend ist und auch die Vernunft nicht ausschließt.
Oft staune ich selber, nicht nur über ihren Fleiß, sondern auch über die Tiefe und Schönheit ihrer Gedanken, die immer tiefer hinführen wollen zu dem großen und unergründlichen Geheimnis Gottes und Seiner Selbstoffenbarung in der Heiligen Schrift sowie in den Sakramenten. Und weil die Größe Gottes eben nicht in Worte gefasst werden kann, freue ich mich, Seine Größe mit Liedern von Margarete Strauss und Familie Berger zum Klingen zu bringen.


Kostproben der Musik und Schriftauslegung

Familie Berger hat drei eigene CDs herausgebracht: 2005 erschien die erste CD mit Marienliedern „Wir ziehen zur Mutter der Gnade“, 2008 entstand „Weihnachten in mir“ und 2014 wurden einige Psalmen auf der CD „Er ist mein Retter“ vertont. Viele weitere Lieder von Familie Berger oder Neuinterpretationen finden sich auf:
www.youtube.com/Familie
Berger. Die Internetseite von Dr. Margarete Strauss ist:
www.magstrauss.com






 

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