VISION 20006/2021
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An der Kassa bei Lidl

Artikel drucken Gottes heilsame Liebe kann sich überall offenbaren (P. Dominik Chmielewski SDB)

Neulich bete ich über einen bestimmten Mann um die Feinfühligkeit des Herzens, und der Herr bediente sich seiner auf unglaubliche Weise: Er ging zum Lidl einkaufen. An der Kasse gab es eine lange Schlange…

Da begann eine der Frauen sich sehr aggressiv zu verhalten. Sie war um die 60, hatte ein sehr, sehr strenges Make-Up, sah fast aus wie eine Hexe. Sie fing an zu brüllen, die Verkäufer und Kunden anzufahren. Und der Mann steht in dieser Schlange und hört in seinem Herzen, dass er für diese Frau beten soll.
Also begann er für sie zu beten. Währenddessen kommt der nächs­te Gedanke – wieder ein sehr, sehr intensiver, aber auch ein sanfter Gedanke, der ihm sagt: Bezahle den Einkauf dieser Frau. Da dachte er bei sich: Wie? Was? Und wieder der Gedanke: Bezahle ihren Einkauf! Er, ein Mann, der ein Problem mit der Arbeit hat, der zum dritten oder vierten Mal gekündigt worden war, offene Kredite hat, der nicht weiß, wie er sie bezahlen soll. Er geht also morgens zum Lidl – versteht ihr: Er musste jeden Cent umdrehen – und hört nun in seinem Herzen: Bezahle den Einkauf dieser Frau. Er kämpft mit sich selbst. Schließlich beschließt er jedoch, dieser Eingebung zu folgen.
Die Frau steht also an der Kasse. Er nähert sich ihr und sagt: „Werte Dame, ich bezahle ihren Einkauf.“ Die Dame darauf: „Wie bitte? Warum möchten Sie meinen Einkauf bezahlen?“ In diesem Moment wird ihm ein dritter Gedanke eingegeben, den er laut ausspricht: „Weil Jesus mit Seinem Leben für mich bezahlt hat.“
Als er das ausgesprochen hat, wird es still an der Kasse. Die Dame fängt an zu weinen, die Dame an der Kasse fängt an zu weinen, und er selbst fängt an zu weinen. Versteht ihr? Bei Lidl manifes­tierte sich da plötzlich das Reich Gottes. Gottes Liebe floss in die Herzen dieser Menschen.
Er  bezahlte den Einkauf der Frau, sie gingen gemeinsam aus dem Geschäft und es stellte sich heraus, dass die Dame Folgendes sagte: „Wissen Sie was? Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich habe bei einem Autounfall vor 40 Jahren mein Kind verloren. Ich habe Gott dafür die Schuld gegeben und fing an, ihn zu hassen. Und ich sagte: Mein Fuß wird keine Kirche mehr betreten. Du bist nicht die Liebe! Wenn du wirklich die Liebe wärst, hättest du diesen Unfall nicht zugelassen. Du bist nicht die Liebe!“
Sie zweifelte die Identität Got­tes und gleichzeitig ihre eigene Identität als geliebte Tochter Gottes an. Wo das geschieht, wird es destruktiv, und man wird zum Dämon. Dann aber nach 40 Jahren ereignet sich die Offenbarung der Liebe Gottes an der Kasse bei Lidl. Die Frau beschließt eine Lebensbeichte abzulegen, bekehrt sich und verkündet die Liebe Gottes, wo immer der Herr sie hinführt.  Deshalb spreche ich von der Sensibilität des Herzens, denn sie ist sehr wichtig. Es geht um das Verbundensein mit der individuellen Führung Gottes eines jeden von uns.

Auszug aus der Predigt https://www.youtube.com/watch?v=BvdbdFyFqOc

 

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