VISION 20003/2006
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Wunderbar ist ihre Offenheit

Artikel drucken Kinder sind die beste Lebensschule

Für mich ist das Schönste an den Kindern, daß ich das, was ich von der Gnade Gottes bisher erfahren habe, an sie weitergeben kann. Ich habe schon in meiner frühesten Kindheit mit meiner Großmutter und meinen Eltern zu beten gelernt. So wurde das Gebet für mich das wichtigste im Leben, um die Beziehung zu Gott aufrecht zu erhalten: Stoßgebete und ein immerwährendes Gebet im Alltag. Und das möchte ich meinen Kindern weitergeben: Wenn wir in der Natur sind, loben wir Gott, wenn ich etwas Schönes sehe, preise ich den Herrn dafür. Diese Dankbarkeit, die Fröhlichkeit aus dem Glauben, die Freude an der Schöpfung und über Gottes Liebe möchte ich weitergeben.

Wichtig ist mir auch, daß sie spüren, wie sehr ich die katholische Kirche liebe. In dieser Kirche habe ich alles gefunden, was mich glücklich macht. Die Sakramente sind mein Lebensinhalt geworden. So nehme ich sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit in die Kirche. Meinen Jüngeren, der noch nicht in den Kindergarten geht, nehme ich täglich in die Messe mit. Beide Kinder gehen gerne in die Messe, wo sie einen Segen empfangen. So wachsen sie mit Gott auf.

Was Gott dann aus all dem macht, liegt natürlich an Ihm. Aber ich möchte den Acker so bestellen, daß Gott dann säen, wachsen und reifen lassen kann.

Wunderbar an den Kindern ist, daß sie noch so offen sind. Man kann ihnen so viel mitgeben. Darum lesen wir auch täglich Bibelgeschichten.

Ganz wichtig sind die Kinder für mich: Sie sind ein Heilmittel gegen den Egoismus. Ich bin einfach gezwungen, nicht mehr für mich zu leben, sondern eben für andere. So lerne ich auf eigene Wünsche zu verzichten. Die Partnerschaft ist diesbezüglich schon ein erster Schritt gewesen. Aber mit Kindern wird diese Herausforderung noch größer. Insgesamt bin ich froh, daß ich in diese Schule gehe - auch wenn es oft sehr schwer ist und ich eigentlich flüchten möchte.

Kinder zu haben, ist die beste Lebensschule. Gott hat das sicher so eingerichtet, damit wir als Menschen wachsen, vor allem in der Liebe, in der Fürsorge füreinander.

Christine Z.

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