VISION 20001/2015
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Leserbriefe

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10 Gebote für die Ehe
Wie immer bin ich sehr dankbar für Ihre Beiträge. In Nr. 5/2014 auch für die Worte zu Ehe und Familie. Doch mit den 10 Ehegeboten von P. Emmerich (Vision 5/14) komme ich nicht ganz klar. Würde im 2. Gebot auch vom Schweigen die Rede sein  und im 5. Gebot das gegenseitige Veränderungsverbot in den Auftrag, sich stets gegenseitig Gott näher zu bringen, umgewandelt, dann entsprächen diese Empfehlungen dem Gebot „Liebt einander – eurem Versprechen gemäß“. Was spricht dagegen, uns auf schlechte Eigenschaften aufmerksam zu machen? Die Bibel nicht, denke ich. Klarerweise immer in Liebe und nach ausführlicher Beschäftigung mit dem Balken im eigenen Auge. Wir wissen doch um unzählige Paare, wo sture Unbeweglichkeit herrscht, wo das Ego fordert und fordert, bis alles zerbricht. Wenn es heißt „Woher weißt du, ob du deinen Mann/deine Frau retten kannst?“, ist das doch keine Aufforderung, den Ehepartner dem Zeitgeist auszuliefern. Die Freude dar­über, zu sehen, wie man sich geholfen hat, Gott immer mehr zu begegnen, bliebe uns versagt.
Rudolf Brenneis, E-Mail

Computerspiele
fördern Aggression
Die Fachhochschule Linz bzw. der Masterstudiengang Soziale Arbeit unter Prof. Dagmar Strohmeier analysierte gemeinsam mit Kolleginnen der Universität Münster das Spieleverhalten von Jugendlichen und wies nach, was jedem Menschen mit gesundem Menschenverstand klar ist: Computer-Gewaltspiele fördern aggressives Verhalten. Wenn jemand mehr darüber lesen möchte, dem empfehle ich „Wer hat unseren Kindern das Töten beigebracht?“ von Lt. Col. Dave Grossman. Der Autor ist Offizier, Militärpsychologe und unterrichtete an der Militärakademie Westpoint. Sein Job war es, Spezialeinheiten der Amerikanischen Armee dazu zu bringen, dass sie „auf Knopfdruck“ gewaltbereit sind und töten. (…) Letztendlich schaffte er es mit Computerspielen. Er ließ seine Soldaten einfach stundenlang drauflosballern. Auf Spielen, die in vielen Kinder- und Jugendzimmern herumliegen.
Walter Koren, E-Mail

Den Wert der Keuschheit verteidigen
Kinder werden „während des verpflichtenden Sexualkundeunterrichts psychisch vergewaltigt ... Eltern sollten darauf bestehen, dass ihre Kinder nicht am Unterricht oder an Aktivitäten in der Schule teilnehmen, welche die Wahrheit über die menschliche Natur, Mann und Frau, verraten. Besonders verderblich ist die sogenannte ,Gendertheorie’, die immer aggressiver vorangetrieben wird, speziell durch Lehrpläne für Kinder und Jugendliche...“ (Kardinal Raymond L.Burke, Interview, 2014). Deutlich hat z.B. auch die polnische Bischofskonferenz in ihrem Hirtenbrief vom Dezember 2013 gesprochen, ebenso die Glaubenskommission der Kanadischen Bischofskonferenz 2011 in ihrem ermutigenden „Hirtenbrief an junge Menschen über die Keuschheit“.
Wann wird die Kirche mit einer  Stimme den kostbaren Wert der Keuschheit verteidigen, sich schützend vor die Kinder stellen, das dem Staat gegenüber vorrangige Elternrecht auf die Erziehung der Kinder ins Bewusstsein rücken?
Hilde Bayerl, D-81241 München

Zusammenbruch
der Ehe
William B. May, Gründer und Präsident eines Laienapostolats für die Evangelisation der Kultur namens „Catholics for the Common Good", stellte in Lay Witness (July/Aug. 2013) anhand einiger statistischer Zahlen aus den USA dar, wie der Niedergang der Ehe in den letzten Jahrzehnten vorangegangen ist. Zum Beispiel: Eheschließungsrate pro 1000 unverheirateten Frauen: in den letzten 20 Jahren um 43% gesunken. Geburten bei unverheirateten Müttern: über 41% unter allen Frauen, 73% unter den afrikanischen Amerikanern. Folgen der „Umdefinierung der Ehe“, die alle Verbindungen als gleich darstellt: Laut Untersuchungen glauben 46% der 18- bis 29-Jährigen, dass die wachsende Verschiedenheit von familiären Verbindungen etwas Gutes sei. 56% der Oberschüler glauben, dass es OK sei, Kinder zu haben und nicht verheiratet zu sein.
Ob die Zahlen für den deutschen Sprachraum anders sind?
Josefa Langwald,
D-70186 Stuttgart

Zeit der Gnade
Wenn man ein bisschen über diese schnelllebige Zeit nachdenkt, meint man, die Welt dreht sich immer schneller, die Zeit rennt davon. Man kommt gar nicht mehr richtig zur Besinnung. Das liegt zum Teil an einem überbordenden Angebot an diversen Veranstaltungen , Kursen, Vereinsverpflichtungen und Freizeitangeboten für Fit­ness usw… Da fragt man sich schon, wo sollen die Menschen die Zeit hernehmen, um wenigstens an dem, was wirklich erstrebenswert ist, noch teilzunehmen? So sind manche schon richtig Gejagten. Und da unsere Zeit auf dieser Erde begrenzt ist, muss Gott eingreifen , weil Er jeden Menschen ohne Ausnahme maßlos liebt und ihm Gutes will! Vermehrte Katastrophen, Krankheiten, Schicksalsschläge lässt Er zu, um uns zurückzuholen. All das sind Mahnrufe, Fingerzeige unseres Vaters im Himmel, unseres Schöpfers, der an jede Herzenstür klopft – manchmal zu leise – und fragt : „Hast du noch ein bisschen Zeit für mich?“ Jetzt ist die Zeit der Gnade!
Katharina Schwarz, E-Mail

Bewahre uns vor
Verwirrung und Sünde
„Bewahre uns vor Verwirrung und Sünde“, beten wir bei jeder Hl. Messe. Um davor bewahrt zu bleiben, brauchen wir Orientierung. Deshalb bin ich froh, dass es die wunderbare Zeitschrift VISION 2000 gibt. Im Gegensatz zu manch anderen katholischen Glaubensverkündern hält sich die VISION unverwässert an die katholische Lehre und gibt uns in der heutigen, oft finsteren Welt Orientierung.
Stefan Angermayr, E-Mail
P.S.: Eure Bücherempfehlungen sind Spitze!

Hilfe für den Dialog
Allen interessierten Lesern und Leserinnen möchte ich Mouhanad Khorchides Buch Islam ist Barmherzigkeit empfehlen. Mich hat es sehr berührt. Fundiert, verständlich – eine Hilfe für den Dialog und die Allianz der „Menschen guten Willens“. Freilich erfährt Khorchide nicht wenig Kritik innerhalb des Islams; die Auseinandersetzung um die rechte Interpretation der Heiligen Schrift ist uns ja auch im Christentum nicht ganz unbekannt…  
Li Fischer-Santner, E-Mail

Kinder brauchen
ihre Mutter
Schon in meiner Studienzeit wurde auf René Spitz verwiesen, der viele Studien über die ersten Objektbeziehungen des Kindes und der Mutter gemacht und publiziert hat. Wenn eine Mutter in den ersten beiden Jahren nicht für das Kind sorgt, bringt das häufig physische und psychische fast irreparable Schäden für das Kind. In diesem Zusammenhang sei auch der Ausbau der Kinderkrippen hinterfragt. Gewiss gibt es Notfälle, aber der Alltag darf nicht als Notfall ausgelegt werden. Es geht um das Wohl des Kindes und um die Zukunft unserer Gesellschaft. In den letzten Jahren ist eine umfangreiche Literatur entstanden, die von den Politikern anscheinend nicht wahrgenommen wird. Die negativen Folgen werden wir spätestens in zehn Jahren spüren. Man wird Psychologen und Therapeuten einsetzen, die eine Menge Geld kosten, es wird aber eine Sisyphus-Arbeit sein.
P. Jakob Förg,  A-5020 Salzburg

Unsichere Methode
Ich bezweifle, dass die Natürliche Empfängnisregelung (NER) das Allheilmittel ist für weniger Scheidungen. NER ist die Empfängnisregelung von Paaren, die sehr im Glauben verwurzelt sind und sich auf Grund dessen weniger scheiden lassen und nicht wegen NER. Nicht jeder hat ein großes Haus, eine große Wohnung und genügend Einkommen, um diese wie jeder weiß, äußerst unsichere Verhütungsmethode anwenden zu können.
Greti Thurner, E-Mail

Jesu Worte für alle Zeiten gültig
Ja, es ist immer wieder nötig, klarzustellen: „Die Ehe bleibt weiterhin ein besonderer Bund“, selbst wenn viele unverheiratet zusammenleben und sich ungeniert zur heiligen Kommunion wagen. Ebenso ist es mit den wiederverheirateten Geschiedenen, die seit der Freiburger Erklärung keine Hemmungen mehr haben, den Leib unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus zu empfangen. Selbst wenn sich sogar Bischöfe dem Trend in der Gesellschaft anpassen wollen und Lockerungen auch noch für homosexuell zusammenlebende Paare – entgegen der biblischen Aussagen – im Auge haben, ist und bleiben Jesu Worte und die Gebote Gottes für alle Zeiten gültig. Dies eindeutig, ausführlich und plausibel darzulegen in einer Gesellschaft, in der die Unwissenheit über das Heilige große Ausmaße angenommen hat und die Ignoranz herrscht, gelingt unserem Papst Franziskus in ganz besonderer Weise. Hoffen und beten wir, dass der Heilige Geist die Herzen aller öffnet und die Irrenden zurückführt, damit die Macht des Bösen gebrochen und nicht noch mehr Unheil gestiftet wird, um einer falschen Barmherzigkeit und seelenmörderischen Toleranz willen.
Franziska Jakob,
D-86508 Rehling-Allmering

Eine gnadenreiche Zeit
Ich möchte mich herzlich bei Ihnen für die Ankündigungen verschiedener Veranstaltungen bedanken. In der letzten oder vorletzten Ausgabe habe ich die Ankündigung der Schweigeexerzitien von Pfarrer J. Scherer in Kremsmünster gelesen. Weil es vom Termin „zufällig“ so gut gepasst hat und ich mich nach dem Schweigen gesehnt habe, habe ich mich angemeldet. Ich habe mir gedacht, was in der VISION empfohlen wird, kann nicht schlecht sein! Und es war wirklich eine gnadenreiche Zeit. Anbetung, Stille und eine klare, ernsthafte und liebevolle Verkündigung. Weiterhin Gottes reichsten Segen für Ihre Arbeit!
Therese Petridis

Was ich loswerden muss…
Gerade hab ich die Vision aus dem Postkastl gefischt - danke! Beim Lesen der Leserbriefe ist mir eingefallen, Euch zu schreiben: Was ich auch loswerden muss, ist, wie schockierend ich es finde, dass der 2. Weltkrieg in seiner ganzen Entsetzlichkeit nach wie vor benutzt wird, um Generationen von Menschen „betroffen“ zu halten, dass es aber unmöglich ist, auszusprechen, dass täglich Millionen wehrloser Menschen – offiziell und ohne jede offizielle Betroffenheit – ganz selbstverständlich von geschulten Fachkräften umgebracht werden. Viele der Mütter werden zu lebenden Toten. Und eine Sekunde der Verzweiflung in ungesunder Umgebung verursacht so viel Kummer bei den Hinterbliebenen...
Wie schön und was für eine Gnade ist es, glauben zu dürfen und zu vertrauen!
Christine Schaffgotsch

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