VISION 20001/2015
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Ermutigung als Heilmittel

Artikel drucken Angst vor dem Versagen nehmen (Von Alexa Gaspari)

Wie oft im Leben unterlassen wir es, obwohl es leicht wäre, anderen Menschen ihre Ängste zu nehmen, ihre Sorgen zu zerstreuen, sie zu ermutigen…?

Das gilt besonders für uns Eltern, weil wir den Kindern nicht oft genug zeigen, dass wir sie lieben, so wie sie sind mit ihren Eigenschaften, ihrem Aussehen, ihren Fähigkeiten oder Fehlern. Ihre Angst, unseren Erwartungen, was die Schule, den Sport, die Erfolge beim Studium oder das beginnende Berufsleben, betrifft, nicht zu entsprechen, ist oft berechtigt.  Wir nehmen vielfach  ihre Bedürfnisse nicht ernst, weil wir fixe Vorstellungen haben. Vor allem bei den kleineren Kindern erzeugt das Angst.
Und dabei: Wie gut tun ihnen Lob und Ermutigung der Eltern! Sie brauchen es, dass man sie aufbaut, ihnen sagt, man sei stolz auf sie, wenn sie sich bemüht haben – auch wenn das Resultat nicht so großartig ist. Das kann Kindern die Angst vor der Schule, das morgendliche Bauch- oder Kopfweh nehmen. Dann werden  sie besser, weil entspannter, zeigen können, was in ihnen tatsächlich steckt. Für Lehrer, Professoren, Vorgesetzte gilt das Gleiche, denn sie haben Verantwortung für die ihnen Anvertrauten. Sie sollten sie ermutigen, in ihren Fähigkeiten fördern und so die weit verbreitete Angst vor dem Versagen minimieren.
Ob in der Familie, unter Freunden, Nachbarn oder Kollegen, es gibt so viele Möglichkeiten, dem anderen zu helfen, seine Angst zu überwinden oder zu zerstreuen:  der Nachbarin vor dem Alleinsein durch Besuche, dem Schulfreund bei der Vorbereitung auf eine Schularbeit, dem Kranken durch Zuspruch und Beistand.
Und noch ein Beispiel:  Wie oft brauchen von Zukunfstängsten geplagte, alleinstehende schwangere Frauen dringend Ermutigung, ihr Baby zu bekommen! Wer ihnen da Hoffnung macht und sie – zumindest eine Zeitlang – auf ihrem Weg begleitet, kann damit einem einzigartigen, von Gott geliebten Menschenkind das Leben retten und der Mutter ihr Seelenheil bewahren.
Unsere Möglichkeiten, dafür zu sorgen, dass unsere Mitmenschen weniger unter Ängsten leiden, sind also sehr groß und werden mit großer Freude belohnt.


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