VISION 20003/2019
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Einleitung

Artikel drucken (Christof Gaspari)

Es war das neue Buch von Kardinal Robert Sarah Le soir approche et déjà le jour baisse, das den Impuls zu diesem Schwerpunkt gab. Der Titel gibt die französischen Worte jener Stelle im Lukas-Evangelium wieder, die am Ostermontag gelesen wird und an der die Emmaus-Jünger dem noch unerkannten Herrn sagen: „… es wird bald Abend, der Tag hat sich schon geneigt…“ – bleibe bei uns!
Der Kardinal, der zuletzt in einem Buch ein Plädoyer für die Stille gehalten hatte, tritt nun aus dieser heraus, um einen Alarmruf an uns zu richten: Die Welt, insbesondere die westliche, sei extrem bedroht, nämlich durch die Gottlosigkeit, die sich überall breitgemacht hat und die mittlerweile weite Bereiche der Öffentlichkeit prägt: Medien, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik…
Dieses Thema beschäftigt uns in Vision2000 schon lange, und wir haben es immer wieder aufgegriffen und von verschiedenen Seiten beleuchtet. Da mag sich mancher Leser denken: Nicht schon wieder!
Darauf möchte ich antworten: Hier haben wir es mit der alles entscheidenden Frage im Leben jedes Menschen zu tun: Welchen Stellenwert hat Gott, der sich  in Jesus Christus offenbart hat, in deinem Leben?
Am vorigen Sonntag, dem dritten in der Osterzeit, stellt Jesus dem Petrus, dem Er Seine Kirche anvertraut, eine einzige Frage, die allerdings gleich dreimal: „Liebst du mich?“ Er richtet sie auch an jeden von uns.
Weil wir aber in einem weitgehend gottlosen Umfeld leben, das uns Tag für Tag beein­flusst, ohne dass wir es so recht merken, verlieren auch wir Christen aus den Augen, dass es hier um alles oder nichts geht. Daher ist es so wichtig, uns immer wieder mit dem Geist, der in unserem Umfeld herrscht, auseinanderzusetzen – nicht um unser Los zu beklagen, sondern um uns der Herausforderung, den Glauben zu leben und zu verkünden, angemessen zu stellen.

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