VISION 20002/2011
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Leserbriefe

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Stimmt eher traurig
Das Thema des Heftes 1/11 lautet: „Bewahre uns vor Verwirrung. Es wurde demnach nicht geschrieben, um die „Sündenböcke“ für die heutige Krise der Kirche zu nennen oder den Horizont der westlichen Welt nach den besten pastoralen Methoden abzusuchen. Es sollte eher eine Lehre sein, wachsam zu sein. Doch frage ich, ob dieses Heft, ohne es zu wollen, nicht traurig macht und deprimierend wirkt. Wenn ja, was kann dann ein wenig Licht bringen in diese Dunkelheit? Laßt mich kurz mitteilen, was mich tröstet und mir Hoffnung gibt. In einem guten Buch, dessen Titel mir leider entfallen ist, stellt ein Beter an den Evangelisten Johannes die Frage, wann er die Liebe des Herrn am meisten aufleuchten sah. Ohne Zögern antwortet Johannes: „In Seiner Passion.“ Dürfen wir das auch von unserer so oft entehrten, verleumdeten, verkannten, angeschwärzten, verlassenen… Kirche sagen? Heute in ihrer Tiefe mehr Licht sehen als zu einer Zeit des Erfolges und des Triumphes?
P. Paul Mair SJ, A-1230 Wien

Ein richtiges Navi
Wir freuen uns immer sehr über die VISION 2000. Das Thema der aktuellen Ausgabe halte ich für sehr wichtig, viel Gedankengut, das nur aus Verwirrung entstanden sein kann, wird heute oft, und wie uns scheint, recht sorglos und ohne Verantwortung rasend schnell verbreitet. Ihre Zeitschrift ist wirklich sehr, sehr wichtig, ein richtiges Navi im Dschungel der Meinungen!
Eva und Friedrich Zweibrod,
fam.zweibrod@gmx.at

Mehr Klartext reden
Unter der Überschrift „Wenn die Kinder ihre eigenen Wege gehen“ beklagt eine Mutter, daß ihre Tochter gleich im ersten Studienjahr eine intime Beziehung mit einem Studienkollegen eingeht. Die Mutter fragt sich, was sie in der Erziehung falsch gemacht hat. Die Tochter sei immer ein liebes Mädchen gewesen, sie wollte ursprünglich auf die Ehe warten. Sie hätten zusammen über alles geredet. Mag sein, aber über den Standpunkt der Kirche, die jedes vor?eheliche Verhältnis verbietet, scheint sie mit ihrer Tochter nicht gesprochen zu haben. Wie ist es sonst möglich, daß die Tochter ihr Tun mit den Worten verteidigt: „Daran ist doch nichts Schlimmes, wir lieben einander!“ Im 6. Gebot heißt es: „Du sollst keine Unzucht treiben.“ Im Brief des Apostels Paulus an die Korinther: „Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige und Ehebrecher, noch Lustknaben und Knabenschänder werden das Reich Gottes erben.“ Und im Katechismus der Katholischen Kirche: „Der Geschlechts?akt darf ausschließlich in der Ehe stattfinden; außerhalb der Ehe ist er stets eine schwere Sünde und schließt vom Empfang der Heiligen Kommunion aus.“
Diese Tatsachen sind zu wenig bekannt. Das liegt hauptsächlich daran, daß weder im Religionsunterricht, noch in der Predigt darüber gesprochen wird. Was nottut, ist permanente Katechese, Vermittlung von Glaubenswissen. Ich kann den Glauben nicht leben, wenn ich nichts oder zu wenig darüber weiß.
Norbert Vogt, D-48147 Münster

Für den Lebensschutz
Am Samstag, den 29. Jänner war der 300. Gebetszug für das Leben in Wien. Es gab wunderbare Zeugnisse. Der Beginn um 8 Uhr in der Kirche „Maria vom Siege“ mit einer Heiligen Messe, diesmal mit dem Hauptzelebranten Weihbischof Laun. Er war auch rosenkranzbetend beim Gebetszug zur Abtreibungsklinik dabei. Ja, es ist die Aufgabe aller Bischöfe, Priester und Laien sich für das Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod einzusetzen. Das Gebot „Du sollst nicht töten“ gilt für alle Zeit. Beten wir weiterhin für dieses große Anliegen und seien wir bereit zu helfen, damit jede schwangere Frau ihr Kind zur Welt bringen kann.
Christina und Jakob Kronaus, A-2880 Kirchberg


Der Papst: Sprecher für die Christenheit
Kardinal Suenens hatte 1978 Leiter der Charismatischen Erneuerung aus verschiedenen Kirchen Europas zu einem ökumenischen Leitertreffen eingeladen. Papst Johannes Paul I. war kurz vorher gewählt worden und das Thema Papst beschäftigte uns bei dieser Konferenz. Pfarrer Koller, meine Frau und ich waren als Vertreter Österreichs dabei. Alle einigten sich auf zwei Charismen, die nur der Papst ausüben könne:
1. Er ist letzte Instanz zur Schlichtung eines theologischen Streites zwischen den Leitern der Lokalkirchen (Bischöfen) und
2. er ist der Sprecher der gesamten Christenheit. Zumindest ein Teilnehmer aus einer protestantischen Kirche betete „Danke, Herr, für unseren Papst“. Er bat uns damals aber, seinen Namen nirgends zu erwähnen. Er stehe zu dieser Entscheidung, werde aber aus seiner Kirche ausgeschlossen, wenn seine Teilnahme bekannt würde. Spätere Reisen von Papst Johannes Paul II bestätigten diesen 2. Punkt: In den USA wurden seine Aussagen auch von anderen Konfessionen sehr begrüßt.
Dr. Hans Eisenhardt, A-1220 Wien


Vor allem die Portraits
Ich möchte Ihnen sagen, daß Ihre Zeitschrift sehr gut ist. Nichts wird verschönert, nichts weggenommen. Ich lese Ihre Zeitschrift schon seit 10 Jahren und freue mich jedes Mal darauf. Besonders auf die Portraits von Menschen, die ihr Leben so tapfer meistern. Ich versuche auch, die Zeitschrift anderen schmackhaft zu machen.
Sr. Sabina, A-5411 Oberalm

Dank aus Tschechien
Schon einige Jahre bekomme ich Ihre Zeitschrift Vision 2000. Bis heute weiß ich nicht, welcher Mäzen sie mir schickt. Bin Rentnerin, 64. Wir wohnen ganz in der Einsamkeit im Böhmischen Paradies. Ich möchte meinem Mäzen herzlich danken. Aber genauso möchte ich der Redaktion für die guten Artikel danken, speziell im Nr.1/11 für die Artikel von Christa Meves und Weihbischof Laun.
Alena Svobodová, CZ 511 01 Trunov

Wir sind da machtlos
VISION 2000 beziehen wir schon länger und lesen sie mit großem Interesse. Die Ausgabe 1/11 übertrifft alles. „Bewahre uns vor Verwirrung!“ Unser Anliegen ist die Seite 14: „Einheit in der Wahrheit“. Das Thema kam uns sehr gelegen, weil unser Pfarrer die wichtigste Bitte des Gottesdienstes unter den Tisch fallen läßt und an das Vaterunser die Schlußformel anschließt „denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit…“ – wie die Evangelischen. Wir sprachen ihn deshalb an. Unter anderem sagte er, weil wohl evangelische Christen im Gottesdienst sind und man nicht noch größere Gräben bauen wolle. So ist man wieder ruhiggestellt und es wird – wie man zu sagen pflegt – die eigene Suppe weitergekocht. Hier in Deutschland ist dies kein Einzelfall.
Barbara & Erich Kolbe, D-37449 Zorge

Hausmittel gegen das Müdewerden
„Im Winter wächst das Brot“ – mit diesem mir unvergeßlichen Titel eines Büchleins überschreibe ich meine Gedanken. Er ist ein gutes Hausmittel gegen gelegentliches kirchliches Müdewerden, das entsteht, wenn man vom Erfolg der Bemühungen wenig zu sehen bekommt. Wer im beginnenden Frühling Gelegenheit hat dazu, kann beobachten, wie bereits an kleinen Stellen, an denen der Schnee zerging, hervorsprießt, was vor kurzem noch verborgen war. Im vergangen Jahr konnten wir sehen, wie viele Medien direkt bemüht waren, mit Eis und Schnee die Kirche zuzudecken. Ich erinnere mich da eines Ausspruches von Dr. Madinger: „Die Übersehen da ganz, wie sie der Kirche nützen!“ Freilich erfährt man davon selten etwas, weil es nicht zur veröffentlichten Meinung paßt. Das letzte Beispiel, bei dem ich nur so staunte: Im Dezember wurden über 60(!) Legionäre Christi in Rom zu Priestern geweiht. Und dabei hatte man doch genüßlich das Doppelleben des Gründers breitgetreten…
Ähnliche Erfolgsmeldungen wären es wert, einmal in einer Nummer zusammengestellt gebracht zu werden. Es gäbe genügend zu berichten. Erstaunlich, was da aus dem Kirchenboden sprießt, dem Eis und Schnee zum Trotz. Freilich: Was säkularisiert ist, degeneriert sichtbar. Gutes entsteht neu und hat Zulauf. Bei aller Hetzjagd gegen die Kirche – so beschrieb es ein bekannter Mann – blieb zuletzt immer die Kirche übrig, aber „der Hund war tot“. Diese Kirche wird ihre Reinigung durchgemacht haben, wie sie das in der Kirchengeschichte öfters nötig hatte. Uns bleibt neben allem unermüdlichen Einsatz das Bittgebet um einen herausragenden Heiligen, wie etwa Franziskus, der ein ganzes Zeitalter in der Kirche verwandelte.
Martha Knett, Wien

Liebe: gleich stark, anders ausgedrückt
Einen Gedanken habe ich beim Artikel von Univ. Doz. Bonelli: Wenn er sagt, man „sollte den Ehepartner mehr lieben als die Kinder“, so denke ich es sollte eher heißen: Gleich starke Liebe ist es, die aber verschieden ausgedrückt wird.
Sr. Elfriede Lanz, A-9800 Spittal

Die Zeichen erkennen
Die Medien spielen die gestiegenen Austrittszahlen genüßlich hoch und konzentrieren sich vor allem auf die Katholische Kirche. Bleibt zu hoffen, daß man innerhalb der Kirche die richtigen Schlußfolgerungen zieht. Wer die Schuld bei den Mißbrauch-Skandalen der Vergangenheit sucht und die verjährten – und wahrscheinlich vielfach gebeichteten, gebüßten und gesühnten - Vergehen dafür verantwortlich macht, sollte sich fragen, warum ausgerechnet das vom Heiligen Vater ausgerufene Priesterjahr die Priesterschaft so in Verruf brachte. Liegt die Schuld der Kirche vielleicht mehr bei heutigen Verfehlungen, dem permanenten Ungehorsam gegenüber dem Papst und der kirchlichen Lehre? Wo bleibt das Annehmen des guten Beispiels Benedikt XVI. bezüglich der knienden Mundkommunion? Wer gibt den Gläubigen wenigstens die Möglichkeit zum Knien während des Kommunionempfangs? Wo bleibt die Wiederbelebung der Beichtkultur? Das Bußsakrament ist seit Jahrzehnten ein verlorenes Sakrament. Es braucht viel Gebet, daß die Verantwortlichen die Zeichen der Zeit erkennen und nicht weiter im Trüben fischen, sondern die Schätze unseres heiligen katholischen Glaubens den Menschen innerhalb und außerhalb der Kirche aufzeigen.
Maria Schulte-Eickhoff, D- 86470 Thannhausen

Werde leichter die Nerven bewahren
Ich bin glückliche Ehefrau und Mutter von drei Kindern. Sehr gerne lese ich eure Ausgaben und die Berichte finde ich voller Tiefgang und Aufmerksamkeit für die Sache. Diesmal möchte ich euch aber herzlich danken für den wunderschönen Bericht über Elisabeth und Wolfgang Wieder.
Diese Worte möchte ich gerne an Frau Elisabeth richten : Liebe Frau Elisabeth, Sie sind eine ganz besonders starke Frau. Mit Sicherheit haben Sie an allem sehr schwer zu tragen gehabt, aber eines muß ich schon feststellen: Wenn man in das Gesicht Ihres Sohnes Wolfgang blickt, dann ist da trotz allen Leids und Erschwernissen des Lebens eine große wahre Fröhlichkeit, die ganz Ja zum Leben sagt. So wie ihr Sohn sollte jeder Mensch an die Welt herangehen. Leider können das oft ganz gesunde Menschen nicht in einem ähnlichen Maß, mich mit eingeschlossen. Ich habe mir vorgenommen, da meine kleine Tochter gerade zahnt, und die Nächte recht schlaflos sind, mich in schweren Minuten an sie zu erinnern, und welche Nächte das für sie gewesen sein müssen, und dann wird es mir viel leichter gelingen, die Nerven zu bewahren.
Isabella Horky-Müller, isa.bella.m@gmx.at

Wollen auch die Muslime?
Zum Thema Nachlese in der letzten Ausgabe schreibt Herr Hubeny, daß nach dem II. Vatikanum wir Christen zu den Muslimen eine neues Klima gegenseitigen Verstehens schaffen sollen. Eine Seite davor schreibt ein konvertierter Muslim, daß seine Religion nicht Gottes Wort sein kann, weil der Koran das Töten anordnet. Die Frage ist: Wie weit wollen Muslime uns Christen überhaupt verstehen? Leider stehen Christen und Muslime weltweit (Ausnahmen gibt es immer) nie vor einer gewissen Einigung, denn Feindesliebe kennen Muslime nicht. Für sie dürfte es Blasphemie sein, wenn wir sagen, daß wir Abbild Gottes sind, eine Anmaßung. Selbstverständlich würde ich von Mensch zu Mensch helfen (ich arbeite beim Leo-Projekt, Lebensmittelversorgung für Bedürftige, mit. Da kommen in der Mehrzahl Muslime zu uns.), aber politisch stellen sie eine Gefahr für die letzten Reste unserer Noch-Demokratie dar. Sind sie an der Macht, erwartet uns die Scharia. Daher ist es an der Zeit für die Christen, sich für ein ehrenhaftes Christentum einzusetzen.
Gerti Kapp

Geben VISION gern weiter
Wir vom Präsidium der Legion Mariens sehen es als wichtiges Apostolat an, Ihre Zeitschrift zu verteilen. Es ist eine Gabe, daß Sie immer die passenden Themen finden (ich glaube, daß Sie viel darum beten!). Auch die aktuelle VISION trifft wieder den Nagel auf den Kopf. Wie Christa Meves schreibt, herrscht wirklich eine große Verwirrung, überall – auch – in der Kirche. Besonders hilfreich auch der Beitrag von Weihbischof Laun. Besonders gelungen finden wir auch immer das Portrait, das mit viel Liebe gezeichnet ist und zur Nachahmung anregt. Vielen, denen wir die VISION schenken, sagen uns: „Das ist die beste katholische Zeitung, die wir kennen!“
Herta Eder, 4133 Niederkappel

Kirchenaustritte
Als Begründung für den Austritt von nahezu 90 000 Katholiken im Jahre 2010, werden immer nur innerkirchliche Ursachen, wie die Mißbrauchsfälle und die Kirchenpolitik angeführt. Unerwähnt bleibt jedoch, daß der österreichische Rundfunk, und das Fernsehen an der Austrittswelle mitschuldig ist. Der ORF propagiert nämlich seit Jahren ein völlig negatives Kirchenbild. Eine, solche Dauerberieselung animiert förmlich zum Austritt. Was können wir gegen diese Bevormundung tun? Ein erster Schritt wäre, die ORF-Strategie genauer zu analysieren und als antikatholisches Tauschungsmanöver zu entlarven und die gewonnenen Erkenntnisse weiterzugeben. Die in der Kirche verbleibenden Katholiken wären dann nicht mehr schutzlos der Manipulation ausgeliefert – was diese stärken würde!
Dr. Klaus Kunze, 4531 Kematen
Ich lese gerade den Artikel „PID als Massenmord“ - im letzten Absatz steht: ... In diesen Zentren wurden 112.867 künstlich erzeugte Embryonen einer PID unterzogen. Nur 28.761 von ihnen wurden anschließend auch einer Frau übertragen. Nur in 4.874 Fällen führte der Embryonentransfer zu einer Schwangerschaft, die wiederum in nur 3.929 Fällen zu der Geburt eines Kindes führte. Das bedeutet: von den 112.867 im Labor Gezeugten wurden 84.106 Embryonen oder – wenn man etwas gegen schlechte Metaphysik hat: Menschen im Frühstadium ihrer Entwicklung – getötet. Nach meiner Rechnung sind es nicht „nur“ 84.108 Kinder sondern sogar 108.938 oder 96,52 %!
DI Josef Enichlmayr, j.enichlmayr@utanet.at

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