VISION 20005/2019
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Einleitung

Artikel drucken (Christof Gaspari)

Papst Franziskus hat die ganze Kirche gebeten, den kommenden Oktober als „eine außerordentliche Zeit für die Mission zu leben“. Es sei heute – wie immer übrigens – wichtig, „den missionarischen Einsatz der Kirche zu erneuern, ihre Sendung zur Verkündigung der Frohbotschaft noch stärker am Evangelium auszurichten und der Welt das Heil des gestorbenen und auferstandenen Jesus Christus zu bringen.“
Dieses Anliegen wollen wir uns in dieser Ausgabe von Vision2000 zu eigen machen und wieder einmal über unsere Sendung als Christen nachdenken. „Geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern,“ so der Auftrag Jesu an Seine Jünger laut Matthäus. Und bei Markus heißt es sogar: „Verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!“
Wie sehr fühlen wir „normale“ Christen uns von diesem Auftrag angesprochen? Hat sich nicht in den letzten Jahrzehnten die Vorstellung eingestellt, es sei unpassend, mit anderen über so persönliche Angelegenheiten, wie es Glaubensfragen seien, zu reden? Das sei eher Sache der „Profis“, der Priester, Religionslehrer und Ordensleute. Ist ja schließlich ihr Job. Und außerdem sei Mission doch eher  der Auftrag, den Menschen im fernen Asien und in Afrika von Christus zu erzählen. Und selbst das haben viele Theologen infrage gestellt, weil man die Kultur dieser Völker zu achten habe.
Nun steckt Europa mittlerweile aber tief im Neuheidentum, und Papst Johannes Paul II. wurde daher nicht müde, uns zur Neuevangelisierung dieses Kontinents aufzurufen. Diesem Ruf sind wir noch viel zu wenig gefolgt. Nehmen wir also den Aufruf von Papst Franziskus zum Anlass, einen neuen Anlauf für einen missionarischen Elan zu nehmen. Dieser Schwerpunkt will einen Beitrag dazu leisten.

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