VISION 20005/2004
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Pressesplitter kommentiert

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Alles schwul?

Führende Volksvertreter haben sich zu ihrer Homosexualität bekannt. Zuletzt offenbarte FDP-Chef Guido Westerwelle, daß er mit dem Sportmanager Michael Mronz in einer Liebesbeziehung lebt. Schon vor drei Jahren hatte der Berliner regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) mit dem Satz “Ich bin schwul - und das ist auch gut so" für Furore gesorgt. In Hamburg hatte im vorigen Jahr der Vater von Bürgermeister Ole von Beust (CDU) bekanntgegeben, daß sein Sohn schwul sei. Volker Beck, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, ist seit 1991 Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland und lebt nach eigenen Angaben mit einem Mann zusammen.

Idea v. 30.7.04


Grün-Abgeordnete Ulrike Lunacek gewann bei den lesbisch-schwulen Meisterschaften “Eurogames" in München 6 Medaillen. (...) Warum es keine homosexuellen Politiker in Österreiche gebe? Die Grün-Abgeordnete und deklarierte Lesbe Lunacek: “Das frage ich mich auch immer wieder. In Deutschland und Frankreich gibt es auf fast allen Ebenen bekennende Schwule." Lunacek ortet als Grund ein überholtes Männer-Bild, laut dem Homosexuelle “keine echten Männer" seien, so Lunacek. Geprägt werde dieses Bild von der Kirche...

Die Presse v. 3.8.04


Gott sei Dank bleibt die Kirche bei ihrem Nein zu homosexuellen Beziehungen, obwohl heute Schwulsein “in" ist. Daß sich viele Politiker in Österreich (der Bundespräsident) und fast alle Medien zuletzt als Befürworter der Schwulen-“Ehe" outeten, ist ein Skandal, ein Zeichen totaler Verirrung mit absehbar schlimmen Folgen:

Keine guten Erfahrungen gemacht

Im Magazin Weekly Standard, in der Ausgabe vom 2. Februar, nahm Stanley Kurtz, ein Forschungsdozent am Hoover-Institut, die skandinavischen Länder in den Blick. Schweden, Norwegen und Dänemark hätten “seit einem Jahrzehnt oder länger eine Form von Partnerschaft, die ganz einer “Ehe" gleichgeschlechtlicher Personen nahe komme", so Kurtz. Weit davon entfernt, die Ehe zu stärken, hätten die liberalisierten Gesetze “einen bereits bestehenden skandinavischen Trend hin zur Trennung von Ehe und Elternschaft bestärkt." In Dänemark zum Beispiel hätten 60 Prozent der erstgeborenen Kinder unverheiratete Eltern. In Norwegen sei die Geburtenrate unehelicher Kinder im Zeitraum von 1990 bis 2000 von 39 Prozent auf 50 Prozent gestiegen. In Schweden sei die vergleichbare Zahl von 47 Prozent auf 55 Prozent gestiegen. Im Allgemeinen sei für die skandinavischen Länder eine Zunahme von “instabilen auf Kohabitation und uneheliche Elternschaft gegründete Familien" charakteristisch geworden...

Nach einer heftigen Debatte über die Homoehe im Zeitraum von 1991 bis 1993 habe die schließliche Anerkennung homosexueller Paare die Verteidiger der Ehe geschwächt, indem sie “eine Waffe in die Hände derer gegeben habe, die versuchten, die Ehe durch Kohabitation zu ersetzen."

Zenit.org v. 27. 6.04


Laßt die Frauen doch Frauen sein!

Aus dem Gespräch mit einer Lutherischen Pastorin, die katholisch geworden war:

Einige Frauen in der Kirche argumentieren , daß sie sich ausgeschlossen fühlen, weil sie nicht Priesterin werden können. Was würden Sie ihnen sagen?

Jennifer Ferrara: Ich würde zunächst sagen, daß ich ihren Zorn und ihre Frustration verstehen kann. Am Anfang war ich verbittert über die Aussicht, meine Weihe aufzugeben, um in die Kirche einzutreten. Trotzdem würde ich ihnen auch erzählen, daß mein Leben als römisch-katholische Laiengläubige, Ehefrau und Mutter einen neuen Sinn gefunden hat. Zum ersten Mal versuche ich zu hören, was die Kirche darüber zu sagen hat, wer ich bin, anstatt von der Kirche zu erwarten, sich dem anzupassen, was ich denke, daß sie sein soll. Im Allgemeinen reiben sich moderne Menschen an direkter Autorität, weil sie erwarten, daß das Außenleben einer Institution einen Dienst am psychologischen Innenleben von Individuen leisten soll. Wenn Frauen also Priester werden wollen und behaupten, Schmerz zu verspüren, weil sie nicht Priester sind, wird ganz automatisch gefolgert, daß sie Priester werden sollten.

In Wahrheit aber verwenden Frauen, die auf ihrer priesterlichen Berufung bestehen und ihren Schmerz als Beweis für einen echten inneren Ruf von Gott betrachten, eine wechselnde Politik des Schmerzes und nicht die katholische Theologie, um ihre Erfahrungen zu erklären. Wenn sie sich wirklich leer machen und auf ihren eigenen Willen im Namen Gottes und der Kirche verzichten wollen, dann werden sie zahllose Möglichkeiten des Dienstes finden.

Wie erklären Sie die Behauptung von Johannes Paul II., daß Mann und Frau nicht als identische Geschöpfe geschaffen wurden, gegenüber denen, die glauben, daß Männer und Frauen gleich und austauschbar sind?

Ferrara: Ich habe herausgefunden, daß jene, die entschlossen sind, das Prinzip der Androgynität anzunehmen, nicht offen sind für die Lehren des Papstes. Trotzdem weiß der durchschnittliche Mensch instinktiv, daß Mann und Frau nicht dasselbe sind. Das gilt besonders für jene, die Kinder haben. Sie erkennen, daß Mutter und Vater, Jungen und Mädchen im Wesen unterschiedlich sind. Die Lehre von Johannes Paul II. erklärt die Wirklichkeit. Das ist es, wo ich anfange. Wenn Sie Menschen dazu bringen können, die einfache Prämisse anzuerkennen, daß Männer und Frauen - obwohl gleich an Würde und Bedeutung - unterschiedlich sind, dann können Sie beginnen darüber zu reden, was das für die Rolle bedeutet, die sie spielen.

Kath.net v. 4.7.04


Gentests für alle Babys

Aufregung herrscht in Brüssel um die Empfehlung einer EU-Expertengruppe, Gentests für alle Neugeborenen einzuführen. Sie sollen auf einige seltene schwere Krankheiten untersucht werden, für die es bereits Behandlungsmöglichkeiten gibt. Nach Protesten von Europaparlamentariern gegen den “Gen-TÜV" für Babys betonte EU-Forschungskommissar Philippe Busquin jedoch, daß es sich dabei nicht um die offizielle Position der EU-Kommission handle.

Die Mitgliedstaaten sollen bei bestimmten Krankheiten “vorrangig Maßnahmen zu einem universellen Neugeborenen-Screening" ergreifen, lautet eine von 25 Empfehlungen der Expertengruppe, die von der EU-Kommission im Dezember 2002 eingesetzt worden war, um die ethischen, rechtlichen und sozialen Folgen von Gentests am Menschen zu erörtern. Das Gremium, dem Vertreter von Patientenorganisationen, Pharmaunternehmen sowie Forscher, Juristen, Philosophen, Ethiker und Mediziner angehören, hatte seinen Bericht Anfang Mai vorgelegt. Busquin wurde am Mittwoch von der Tageszeitung Die Welt mit den Worten zitiert, es sei wichtig, “daß die Empfehlung für Gentests an Babys in den Mitgliedstaaten umgesetzt wird". Am Donnerstag stellte er allerdings in einer Aussendung klar, daß er sich niemals für verpflichtendes Gen-Screening an Babys ausgesprochen hatte. (...)

Laut dem Bericht werden jährlich 700.000 Gentests in der EU durchgeführt, wobei sich die Zahl in einigen EU-Mitgliedstaaten seit 1997 verdoppelt oder sogar verdreifacht habe.

APA v. 2.7.04


Jedes Kind auf seine Lebensberechtigung testen! Erschreckend, wie konsequent die Kultur des Todes sich etabliert - mit welcher wachsenden Geschwindigkeit dieser Vorgang stattfindet. Vor jedem neuen Schritt wird zuerst ein Versuchsballon gestartet. Es folgt ein Aufschrei, dann ein Rückzieher, ein neuer Anlauf und wieder einer - bis es klappt. Und langsam gewöhnt man sich an das Undenkbare:

Habe abgetrieben

Die weltweit größte Abtreibungsorganisation “Planned Parenthood" hat eine makabre Sommeraktion gestartet: Sie verkauft T-Shirts mit der Aufschrift “I had an abortion", zu Deutsch: “Ich habe abgetrieben". Damit soll eine “kraftvolle Botschaft für die Frauenrechte" lanciert werden, heißt es von Seiten der Organisation.

Kath.net v. 29.7.04


In diesem Umfeld wirkt die Kirche mit ihren Mahnungen und ihrer hartnäckigen Verteidigung einer zeitlosen Wahrheit störend. Also wird sie in den Medien totgeschwiegen oder lächerlich gemacht:

Glauben - kein Thema

Die deutschen Medien haben die Berichterstattung über die Kirchen an den Rand gedrängt. Das berichtet das Institut für Medienanalysen “Medien Tenor" (Bonn). In den von ihm untersuchten 19 “tonangebenden" Medien sei der Anteil weit unter die Ein-Prozent-Marke gesunken, heißt es in der vom Institut herausgegebenen Zeitschrift. (...) Von den 0,9 bis 1,4 Prozent der Beträge, die den Glaubensgemeinschaften vom “heute journal" des ZDF und den “Tagesthemen" der ARD noch eingeräumt würden, beschäftigten sich die Mehrheit mit der Abtreibung.

Die katholische Kirche, die sich in dieser Frage “eine eigene, dem Zeitgeist nicht auf den ersten Blick eingehende Meinung" leiste, gerate hier immer wieder vor Kameras und Mikrophone. Dies geschehe jedoch nur, “um anhand unzusammenhängender und dadurch kaum nachvollziehbarer Zitate den Papst und ausgewählte Bischöfe als Kuriosa vorzuführen".

Idea v. 29.7.04


Dabei zeigt sich bei nüchterner, objektiver Betrachtung, daß es dem Menschen guttäte, sich nach der Lehre der Kirche auszurichten, etwa, wenn sie Scheidungen ablehnt:

Scheidung ist keine Lösung

Die Trennung beseitige zwar Probleme, schaffe aber oft auch neue. Menschen, die miteinander ausharren, obwohl ihre Ehe schwierig ist, finden mit der Zeit eher Glück als diejenigen, die sich gleich scheiden lassen. Das hat die Soziologin Linda Waite von der Universität Chicago herausgefunden. Sie befragte 645 Paare in unglücklicher Ehe nach dem Seelenleben. Fünf Jahre später gaben zwei Drittel der noch immer Verheirateten an, sie seien inzwischen glücklich, aber nur die Hälfte derer, die sich getrennt hatten. “Scheidung reduziert nicht Symptome von Depressionen, trägt nicht dazu bei, das Selbstwertgefühl zu erhöhen und versetzt die Betroffenen nicht in die Lage, ihr Leben besser in den Griff zu kriegen", erklärt die Soziologin. Die Trennung beseitige zwar Probleme, schaffe aber neue, etwa Streit ums Sorgerecht. Andererseits gebe es Gründe, warum man auch in schwierigen Ehen glücklicher werden könne: Abwarten mache manches besser, etwa eine belastende berufliche Situation. Vorhandene Probleme verändern sich zwar objektiv nicht, werden aber anders eingeschätzt. Eheleute verändern Verhaltensweisen, die die Ehe belasten, und Menschen finden außerhalb der Ehe Dinge, die sie glücklich machen, was die Ehe selbst erträglicher gestaltet.

SAD zitiert in “Lebe" 69/2004


Es mehren sich auch die Hinweise, daß die von der Kirche abgelehnte künstliche Befruchtung keineswegs harmlos ist:

Schatten über der In-vitro-Fertilisation

“Mehrere innerhalb kürzester Zeit publizierte Beobachtungen lassen es nun möglich erscheinen, daß spezifisch ... angeborene Syndrome nach IVF und ICSI vermehrt auftreten", heißt es in einem Übersichtsartikel im Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie, dem offiziellen Organ von acht Fachgesellschaften. Die jetzt beobachteten Fehlbildungen seien “möglicherweise nur die Spitze des Eisberges". Als Ursache gelten nicht etwa klassische Erbgutschäden durch die künstliche Befruchtung, sondern sogenannte Imprinting-Defekte. Soll heißen: Die Steuerung beziehungsweise Prägungen (Imprinting) der Gene läuft falsch. Denn für eine gedeihliche Entwicklung neuen Lebens müssen zahlreiche Gene wie die Instrumente eines riesigen Orchesters zeitlich präzise an- und ausgeschaltet werden, sonst entstehen Fehlbildungen, die tödlich sein können. (...)

Darauf weist auch der Tiermediziner Heiner Niemann vom Instutut für Tierzucht in Mariensee bei Hannover hin. (...) “Für uns ist es schlüssig, daß assistierte Reproduktionstechniken bei Mensch und Tier Nebenwirkungen haben", sagt Niemann. Als Hauptgrund nennt er die künstlichen Bedingungen, unter denen der Embryo mehrere Tage lang in vitro heranreift, bevor er in den Mutterleib verpflanzt wird. “In natürlicher Umgebung gibt es einen steten Austausch und Wechsel von Nähr- und Signalstoffen zwischen Mutter und Embryo."

Die Zeit v. 9.6.04


Was gegen Gottes Ordnungen verstößt, erweist sich früher oder später als unheilvoll.

Tolle Gewinne, weniger Mitarbeiter

Die ... Arbeiterkammer Wien hat 170 bis Juni 2004 veröffentlichte Jahresabschlüsse großer österreichischer Kapitalgesellschaften untersucht. Die wichtigsten Ergebnisse: Die Gewinnausschüttungen bzw. Dividenden, die in den 170 untersuchten Kapitalgesellschaften beschlossen wurden, sind gegenüber dem Vorjahr um 147 Millionen Euro oder 9,5 Prozent auf insgesamt 1,7 Milliarden gestiegen. (...) Der Beschäftigtenstand in den untersuchten Unternehmen ist um 3.229 Beschäftigte oder 2,3 Prozent auf 137.000 ...Arbeitnehmer zurückgegangen.

Pressedienst d. AK v. 9.7.04


Wiedergeburt eines immer brutaleren Kapitalismus. Auch er ist Teil der Kultur des Todes.

Jesus sehen

Vergangenen Freitag ging im Marienwallfahrtsort Medjugorje das 15. Internationale Jugendfestival zu Ende. Über 25.000 Jugendliche aus 40 verschiedenen Ländern nahmen an dem knapp einwöchigen Treffen teil, das unter dem Motto stand “Wir wollen Jesus sehen". (...) Während des gesamten Treffens gab es die Möglichkeit zur Beichte, zu der mehr als 400 Priester zur Verfügung standen. Mehr als 30 Übersetzer sorgten dafür, dass die Vorträge in insgesamt 17 Sprachen zu hören waren...

Kath.net v. 9.8.04

Grund zur Freude, auch wenn es die Medien verschweigen.

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