VISION 20002/2015
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Einleitung

Artikel drucken (Christof Gaspari)

Ein Blick auf die Religionslandkarte liefert ein eindrucksvolles Bild von der Verbreitung der Botschaft Christi in Europa: Alle Länder tragen ausschließlich die Punze „christlich“. Sehen wir uns aber die Situation etwas näher an: Wie schaut es tatsächlich aus?
Die Be­stands­aufnahme ist nicht berauschend: In Österreich etwa nimmt nur jeder zehnte Katholik am Sonntagsgottesdienst teil, die Beichtstühle sind fast unbenützt und rund  55.000 „Gläubige“ treten Jahr für Jahr aus der Kirche aus. Das Glaubenswissen ist weitgehend verdunstet. Im Religionsunterricht bekommt man vielfach ebenso viel über andere Religionen zu hören wie über den eigenen Glauben.
Der massive Zuzug von Menschen aus anderen Kulturkreisen (die fast 600.000 Muslime bilden in Österreich die zweitgrößte religiöse Gemeinschaft), die große Vorliebe von Politik und Medien für Multi-Kulti, Aussagen wie „Der Islam gehört zu Deutschland“ und die oft sehr oberflächliche Vorbereitung auf die Sakramente – ihre Spendung degeneriert häufig zu inhaltsleeren, schönen Feiern  – all das trägt dazu bei, dass hierzulande viele nur deswegen Christen sind, weil sie eben im christlichen Abendland zur Welt kamen. Anderswo wäre man eben Buddhist, Hinduist oder Moslem geworden – und schließlich: Hauptsache, man ist ein guter Mensch.
Interessant wäre eine Umfrage unter Christen: „Was ist für Sie das Wichtigste in Ihrem Glauben?“ Würden Ihrer Ansicht nach, liebe Leser, viele die Antwort geben: Am wichtigsten ist mir Jesus Christus selbst, meine Beziehung zu Ihm? Dass es nicht genügt, irgendwie religiös zu sein, sondern dass sich alles an Christus entscheidet, darum soll es im folgenden Schwerpunkt gehen. Genau diese Erfahrung haben viele gemacht, die oft aus großer Ferne zu Ihm gefunden haben.

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