VISION 20006/2013
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Alte Weisheiten in heutiger Sprache

Artikel drucken (Urs Keusch)

Die beiden Päpste, Johannes XXIII. und Johannes Paul II., die nun bald heiliggesprochen werden, und mit ihnen ungezählte andere Christen, waren große Verehrer des hl. Franz von Sales und verdanken ihm entscheidende Impulse für ihr geistliches Leben.
Die Philothea (Einführung in das geistliche Leben) des hl. Franz von Sales gehörte Jahrhunderte lang zu den meistgelesenen spirituellen Ratgebern, um mitten in der Welt den Weg der Freundschaft mit Gott zu gehen.
Als Seelsorger habe ich es immer sehr bedauert, dass die Philothea nicht in einer Ausdrucksweise vorhanden war, die dem Sprachgefühl des heutigen Lesers entgegenkommt. Dem hilft nun der bekannte geistliche Autor Peter Dyckhoff (wie übrigens schon mit seiner sprachlichen Neuübertragung der Nachfolge Christi) ab.
Er schreibt in seiner Einleitung zur Philothea: „Um die in ‚alter‘ Sprache formulierten christlichen Weisheiten, Ratschläge und Hinweise zum Umgang mit sich selbst, mit anderen Menschen und mit Gott auch heute leichter zugänglich und vor allem nachvollziehbar zu machen, habe ich versucht, die Philothea in das heutige Verständnis zu übertragen.“
Ich kann dieses Buch jedem, auch jungen Christen, nur empfehlen, die um Freundschaft mit Gott und um ein geheiligtes Leben mitten in der Welt ringen.

Wege der Freundschaft mit Gott. Geistlich leben nach Franz von Sales. Von Peter Dyckhoff, Herder, 352 Seiten,  17.50 Euro                                                                

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